Alkohol- und Gesundheitspolitik

Deutsche Aktivitäten – "Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung" des BSI (Stand: Geschäftsbericht 2012/2013 vom Mai 2013)


Die Hersteller und Importeure alkoholhaltiger Getränke und ihre Verbände setzen sich sowohl in Deutschland als auch in der EU für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol ein. So sehr alkoholhaltige Getränke als Genussmittel fester Bestandteil der westlichen Kulturgeschichte und Tradition sind, so sehr dürfen die Gefahren des Alkoholmissbrauchs nicht unterschätzt werden. Eigenverantwortung und Risikokompetenz sind die zentralen Aspekte für einen verantwortungsvollen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken. Daher muss es Ziel sein, eine an den Ursachen des Alkoholmissbrauchs orientierte Politik durchzuführen. Dies setzt einen offenen und auf Fakten beruhenden Dialog aller relevanten gesellschaftlichen Gruppen voraus.

Die deutschen Hersteller und Importeure von alkoholhaltigen Getränken des BSI stellen sich seit Jahrzehnten ihrer Verantwortung durch verschiedene Institutionen.

Im Herbst 2005 hat der BSI den "Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung (AAuV)" ins Leben gerufen, der sich zum Ziel gesetzt hat, den verantwortungsvollen Konsum von alkoholhaltigen Getränken zu fördern und zu unterstützen sowie zur Bekämpfung von Missbrauch beizutragen (Grundsatzpapier des BSI – 3. Auflage: August 2010): Er unterstützt und initiiert Präventionsmaßnahmen, mit denen über den vernünftigen Alkoholkonsum bzw. über die schädlichen Auswirkungen des Alkoholmissbrauchs informiert wird. Des Weiteren setzt er sich zum Ziel, eine verantwortungsvolle Produktkommunikation im Rahmen der bestehenden Selbstregulierungsmechanismen – insbesondere zur Werbung – (vgl. Informationen zu den "Freiwilligen Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke" und zu der so genannten "CEPS-Charter") sowie durch zusätzliche Selbstregulierungen des BSI (u. a. gegen "Flatrate"-Trinken), etc. zu fördern. Überdies hat er die Verbraucherinformation umfassend im Internet ausgebaut.

Die Aktivitäten des "AAuV" werden von einer Vielzahl unabhängiger wissenschaftlicher Experten mitbegleitet und unterstützt.

Die Arbeit des "AAuV" basiert damit auf drei "Säulen":
1. Präventionskampagnen,
2. Selbstregulierungen,
3. Verbraucherinformation.

1. Zu den Aktivitäten des "AAuV" gehören aktuell folgende Präventionsmaßnahmen ("erste Säule”):

1.1 Präventionskampagne "Klartext reden!"

Im Dezember 2005 startete der BSI die bundesweite Eltern-Präventionsinitiative "Klartext reden!". Die Initiative "Klartext reden!" wurde vom "AAuV" des BSI initiiert und von unabhängigen Wissenschaftlern in Kooperation mit dem BundesElternRat ins Leben gerufen, um die Alkoholprävention in Familien zu unterstützen. Die Bestandteile der Initiative sind eine Broschüre, ein begleitender Internetauftritt (www.klartext-reden.de) sowie als Hauptbestandteil ein Workshop-Angebot für Eltern und Erziehungsberechtigte. Die Workshops werden von erfahrenen Psychologen und Suchtexperten geleitet mit dem Ziel, Eltern ihre wichtige Rolle bei der Entstehung von Konsummustern zu verdeutlichen. Seit März 2010 können sich Eltern im Rahmen eines Online-Trainings ebenfalls Rat einholen (www.klartext-elterntraining.de). Hierbei erhalten Eltern individuelle Erziehungstipps – in vier verschiedenen Kursen, je nach Alter des Kindes – wie sie am besten mit ihren Kindern über das Thema der alkoholhaltigen Getränke sprechen können. Am Ende des Kurses steht abschließend ein Multiple-Choice-Test – hierbei können sich Eltern einen individualisierten Leitfaden downloaden. Von Seiten der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, wird das Eltern-Training mit einem persönlichen Vorwort an alle Teilnehmer begrüßt.

Zusätzlich konnte das "Klartext-Elterntraining" erfolgreich auf dem "Deutschen Bildungsserver" (www.bildungsserver.de) als Weiterbildungsmaßnahme für Eltern implementiert werden. Dabei ist der "Deutsche Bildungsserver" ein inhaltlich auf Bildung spezialisierter Web-Server im Internet und bietet nicht nur für Ausbilder/in und Lehrer/in, sondern auch für Eltern Informationsmaterialien und Weiterbildungsmöglichkeiten an.

Des Weiteren konnte das „Klartext-Elterntraining“ verlinkt werden mit der Internetseite der Zeitschrift „Eltern“ unter www.eltern.de/schulkind/jugendlichealkoholgefaehrdet. html?page=2.

Die Eltern-Präventionsinitiative „Klartext reden!“ ist auch in der Projektdatenbank „Jugendschutz aktiv“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Dezember 2011 hinterlegt ( www. jugendschutzaktiv.de ).

Die Präventionsinitiative „Klartext reden!“ ist als effektive Präventionsmaßnahme im Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung vom Mai 2012/2013 aufgeführt.

Im Rahmen der Initiative "Klartext reden!" ergaben sich eine Vielzahl von Schirmherrschaften über das Projekt "Klartext reden!", so z. B.:

  • Am 15. Mai 2006 übernahm der Gesundheitsminister, Gerry Kley, die erste Schirmherrschaft über das Projekt "Klartext reden!" in Sachsen-Anhalt.
  • Am 13. März 2013 übernahm der Hessische Minister der Justiz, für Integration und Europa sowie Stellvertretende Ministerpräsident, Jörg-Uwe Hahn, die Schirmherrschaft über das Projekt „Klartext reden!“ in Hessen.
  • Seit 2007 findet überdies jährlich eine Vielzahl von Kooperationen unter politischen Schirmherrschaften statt: u. a. in Bayern (Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim, Aschaffenburg, Landkreis Kitzingen, Coburg, Alzenau), in Baden-Württemberg (Stuttgart, Landkreis Main-Tauber, Landkreis Neckar-Odenwald), in Rheinland-Pfalz (Koblenz, Mayen-Kreis, Landkreis Mayen-Koblenz), in Hessen (Rheingau-Taunus-Kreis, Region Kassel, Wiesbaden), in Nordrhein-Westfalen (Krefeld, Bonn) und in Sachsen-Anhalt (Magdeburg) sowie in Thüringen (Nordhausen) etc.
Im Rahmen einer zweiteiligen Evaluierung in 2012 (Teil I) wurdedie nachhaltige Wirksamkeit der Initiative „Klartext reden!“ erneut bestätigt. Im ersten Teil der Analyse wurden die ausgefüllten Fragebögen von 1.856 Workshop-Teilnehmern aus 73 Workshops im Zeitraum von Mai 2009 bis April 2012 ausgewertet: 96 % der befragten Eltern würden die Infoveranstaltung uneingeschränkt an andere Eltern weiterempfehlen, 87 % der Eltern gaben an, neues Wissen erlernt zu haben und 87 % fühlten sich durch den Workshop besser gerüstet, zum Thema „Alkohol“ bei ihren Kindern Grenzen zu setzen. Insbesondere Eltern von Volks-, Real- und Hauptschulen profitierten von dem Informationsangebot, denn sie schätzen ihre persönlichen Lerneffekte aus dem Workshop signifikant noch besser ein als zum Beispiel Eltern von Kindern an Gymnasien. Alle positiven Bewertungen finden sich in der Schulnotenbewertung von durchschnittlich 1,8 (Schulnoten 1 – 6) wieder.

Im Rahmen eines Kontrollgruppenvergleichs (Teil II) gaben weitere122 Eltern einen anonymen Fragebogen im Anschluss an die Teilnahme an einem von 5 „Klartext reden!“-Workshops im Oktober 2012 ab. Diese wurden mit den Ergebnissen einer Online-Befragung von 150 Eltern ohne Workshop Teilnahme verglichen und auf statistisch signifikante Unterschiede hin untersucht. Dabei zeigte sich als eines der wichtigsten Ergebnisse, dass Eltern nach der Teilnahme an einem „Klartext reden!“-Workshop deutlich motivierter sind, das Thema „Alkohol“ offen bei ihrem Kind anzusprechen, als nicht geschulte Eltern. 85 % der Workshop-Teilnehmer gaben an, zeitnah nach dem Workshop ein Gespräch mit dem Kind über das Thema „Alkohol“ führen zu wollen. Diese Eltern unterscheiden sich signifikant von den nicht geschulten Eltern einer Online-Befragung, die nur zu 58 % angaben, innerhalb der nächsten Zeit das Gespräch mit den Kindern zu diesem heiklen Thema anzugehen. 85 % der Eltern, die bisher noch keinen „Klartext reden!“-Workshop besucht hatten, würden gerne eine Informationsveranstaltung an einer Schule besuchen. Dies zeigt den großen Bedarf an gezielter Unterstützung von Eltern bei der Alkoholprävention in Familien.

Bilanz – Stand: Dezember 2012

Eltern-Workshops:
  • 185 durchgeführte Workshops seit Start der Initiative
  • insgesamt über 5.331 Teilnehmer in allen bisherigen Workshops

Drucksachen:
  • ca. 50.000 Broschüren wurden seit Start der Initiative gestreut
  • Neudruck von 10.000 Broschüren Anfang 2011 Eltern-Training www.klartext-elterntraining.de (online seit März 2010) bis März 2012:
  • rund 20.500 Teilnehmer und 69.000 Seitenaufrufe
1.2 Präventionsinitiative "Schulungsinitiative Jugendschutz – kurz: SchuJu – Alkoholabgabe mit Verantwortung für die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiter/innen in Gastronomie, Handel, Hotel und Tankstellen":

Im Oktober 2007 hat der "AAuV" des BSI die vorgenannte Präventionsinitiative "Schulungsinitiative Jugendschutz (SchuJu)" ins Leben gerufen. Dabei ist es das Ziel, die konsequente Umsetzung des Jugendschutzes in Bezug auf die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken weiter zu verbessern. Die "SchuJu" richtet sich an zwei Zielgruppen: Zum einen an Auszubildende und Mitarbeiter/innen der Branchen Gastronomie, Handel, Hotel und Tankstellen und zum anderen an Lehrkräfte in Berufsschulen und anderen betrieblichen Ausbildungsbereichen und Institutionen. Zielsetzung der Initiative ist eine praxisnahe Einbindung des
Themas "Jugendschutz" in die Ausbildung und die konsequente Umsetzung des Jugendschutzgesetzes bei der täglichen Arbeit. Die Initiative umfasst Schulungsunterlagen, Broschüren, eine Barkarte und eine Alterskontrollscheibe sowie einen Internetauftritt mit einem WBT-Modul (www.schu-ju.de, www.schuju-training.de).
Die "SchuJu" wird aktuell von insgesamt 15 Kooperationspartnern aus den Bereichen Gastronomie, Handel, Hotel und Tankstellen unterstützt:

  • Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e. V. (BLBS),
  • Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e. V. (DEHOGA Bundesverband),
  • Handelsverband Deutschland e. V. (HDE),
  • Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e. V. (BVL),
  • Deutsche Barkeeper-Union e. V. (DBU),
  • Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. (DIHK),
  • Bundesverband freier Tankstellen e. V. (bft),
  • Bundesverband Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche Deutschland e. V. (BTG – Minden),
  • Zentralverband des Tankstellengewerbes e. V. (ZTG),
  • Mineralölwirtschaftsverband e. V. (MWV),
  • UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V.,
  • Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG),
  • Deutsch-Österreichischer Tankstellenverband e. V. (DÖT),
  • Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e. V. (BV GFGH),
  • Tankstellengewerbe Bayern.
  • Barschule München.
Überdies wird "SchuJu" unterstützt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, die ergänzende Trainingsmodule zum Thema "Jugendschutz" und "Alkoholabgabe" anbietet (www.alkohol-abgabe-trainer.de). Die Materialien der Initiative werden im Rahmen der Zusammenarbeit (ca. 100.000 Broschüren und Barkarten) in Bayern, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen über die Polizeien der Länder breit gestreut.

Im Dezember 2008 erfolgte eine erste Pressekonferenz mit der ehemaligen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing. Im Februar 2010 wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, die bisherige Arbeit des „AAuV“ des BSI bezüglich der „SchuJu“ zusammen mit den Kooperationspartnern vorgestellt: Mit über 31.000 bestandenen „SchuJu“-Zertifikaten seit Beginn der Initiative zogen alle Beteiligten eine positive Jahresbilanz zur „SchuJu“. Die Drogenbeauftragte sprach sich im Rahmen der Pressekonferenz noch einmal ausdrücklich für die Initiative aus und begrüßte das Engagement der Wirtschaftsverbände für eine weitere Verbesserung des Jugendschutzes. Im Sommer 2012 konnte bei einer Pressekonferenz mit Vertretern der Kooperationspartner ein Meilenstein der Initiative kommuniziert werden: Das Erreichen von 100.000 „SchuJu“-Zertifikaten.

Seit Dezember 2011 ist das Projekt "SchuJu" in die Projektdatenbank des BMFSFJ aufgenommen worden: www.jugendschutzaktiv.de.

Das internetgestützte "SchuJu"-Training (WBT) ist überdies Bestandteil des "Aktionsplans Jugendschutz der Tankstellen".

Damit sich die Mitarbeiter/innen zu dem wichtigen Thema „Jugendschutz“ kontinuierlich weiterbilden können, ist seit dem 1. Juni 2012 ein neuer Aufbaukurs (WBT II) online, der die Inhalte der Einstiegsschulung wiederholt und gleichzeitig vertiefende Praxisbeispiele vermittelt. Wie beim Grundkurs (WBT I) kann auch am Ende des Aufbaukurses ein Test absolviert werden. Seit Start des „SchuJu“-Aufbaukurses im Juni 2012 haben bereits 1.303 Mitarbeiter/innen freiwillig den Aufbaukurs absolviert und mit Zertifikat bestanden.

Die "SchuJu" ist auch wichtiger Bestandteil im Rahmen des "Aktionsleitfadens des Handels zur Sicherung des Jugendschutzes" des Handelsverbandes Deutschland, der 2010 zur Sicherung des Jugendschutzes mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung vereinbart wurde. Mit gezielten Personalschulungen und umfassenden Ausweiskontrollen will der Handel einen wichtigen Beitrag bei der verantwortungsvollen Abgabe alkoholhaltiger Getränke leisten.

Die Präventionsinitiative „SchuJu“ ist als effektive Präventionsmaßnahme im Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung vom Mai 2012 aufgeführt.

Bilanz – Stand: Dezember 2012
Drucksachen:
  • 201.000 Broschüren für Handel, Gastronomie und Tankstellen
  • 50.000 Barkarten
  • 11.000 Alterskontrollscheiben für Kassenpersonal
Website www.schu-ju.de (inkl.WBT I und II):
Website-User: 600.280, Seitenaufrufe: rund 5,9 Mio. – Anzahl der Nutzer mit bestandenem Zertifikat: rund 124.000 (WBT I) und rund 1.300 (WBT II)

1.3 Präventionsinitiative "Verantwortung von Anfang an! – Leitfaden für den Verzicht auf alkoholhaltige Getränke in Schwangerschaft und Stillzeit":

Anfang 2009 hat der "AAuV" des BSI die Broschüre "Verantwortung von Anfang an! – Leitfaden für den Verzicht auf alkoholhaltige Getränke in Schwangerschaft und Stillzeit" – mit wissenschaftlicher Unterstützung der Klinik und Poliklinik für Kinderund Jugendmedizin des Universitätsklinikums Münster und der FAS-Ambulanz der Tagesklinik Walstedde – entwickelt und herausgegeben.
Ziel der Broschüre ist es, in klarer und übersichtlicher Form über das "Fetale Alkoholsyndrom (FAS)" zu informieren und Tipps zu geben, wie schwangere und stillende Frauen auf alkoholhaltige Getränke konsequent verzichten können. Dabei spielt auch das Umfeld eine wichtige unterstützende Rolle. Die Broschüre richtet sich daher auch an die angehenden Väter, Freunde und Kollegen, die eine schwangere Frau niemals zum Trinken auffordern sollten. Ein begleitender Internetauftritt der Initiative, bei dem sich werdende Eltern neben relevanten Informationen auch online praxisnahe Expertentipps zum Thema "Alkohol in der Schwangerschaft" einholen können, ist seit Dezember 2010 unter "www.verantwortung-von-anfang-an.de" online.

Sabine Bätzing, ehemalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, begrüßte die Initiative und richtete sich mit einem Grußwort in der Broschüre direkt an Schwangere und stillende Mütter. Die amtierende Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, begrüßt die Initiative des "AAuV" ebenfalls und richtet sich mit einem Grußwort direkt an Schwangere und stillende Mütter.

Folgende Parlamentarische Staatssekretär/innen im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützen die Initiative mit einem Eltern-Brief an die zukünftigen Eltern:
  • Ursula Heinen-Esser (2009),
  • Julia Klöckner (2010),
  • Peter Bleser (2011, 2012 und 2013).
Die Verteilung der Broschüre „Verantwortung von Anfang an!“ erfolgte seit Initiativenstart bis Ende 2012 in der Summe 1,4 Mio. Broschüren. Die Verteilung erfolgte über die sogenannte „babilu- Geschenktasche 1“ bzw. ab dem Jahr 2012 genannt „LetsFamiliy- Geschenktasche 1“ und ab dem Jahr 2012 zusätzlich über die „Happy Mom-Tasche“ über die gynäkologischen Praxen an schwangere Frauen parallel zum Mutterpass. Überdies wurden Broschüren direkt an gynäkologische Praxen, aber auch an Schwangerschaftsberatungsstellen, Hebammenverbände und sonstige anfragende Institutionen umfassend direkt von Seiten des BSI verteilt. Überdies wurden 15.500 Informationspakete (Plakate und Broschüren) an gynäkologische Praxen auf Wunsch weitergeleitet.

Die Präventionsinitiative ist seit 2012 auch mit dem aid InfodienstErnährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. vernetzt.Mit dem Projekt leistet der „AAuV“ des BSI im Rahmen des Präventionspakts Bayern einen wichtigen Beitrag zur Kampagne Bayerns „Schwangerschaft Null Promille“ ( www. schwanger-null-promille.de). Über die Prävention wird auch im Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung vom Mai 2012 als wichtiger Präventionsbaustein informiert.

Seit Mai 2012 wird die Initiative durch ein neues Faltblatt „Verantwortung von Anfang an! – Was Mädchen über alkoholhaltige Getränke in der Schwangerschaft wissen sollten“ (Auflage 80.000/2012) ergänzt. Das Faltblatt wird in Kooperation mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e. V. – ÄGGF – ( www. aeggf. de) bei Präventionsveranstaltungen für Mädchen und junge Frauen ab zwölf Jahren in Schulen (rund 120.000 pro Jahr) eingesetzt. Mit Unterstützung durch dieses neue Faltblatt thematisieren die zurzeit 90 Ärztinnen der ÄGGF die Verantwortung werdender Mütter für die Entwicklung eines Babys in der Schwangerschaft – auch im Hinblick auf alkoholhaltige Getränke – während ihrer Veranstaltungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in der schulischen Sexualerziehung.

Der Berufsverband der Frauenärzte e. V. veröffentlichte in der Zeitschrift „FRAUENARZT“ über die Präventionsinitiativen „Verantwortung von Anfang an!“ im März, April, September und Dezember 2012.

Am 26. Februar 2013 erfolgte eine erste Pressekonferenz in Berlin zum Jahresbericht 2012 „Verantwortung von Anfang an!“ unter Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, und folgenden weiteren Teilnehmern:
  • Mechthild Dyckmans, Mitglied des Deutschen Bundestags (FDP), Drogenbeauftragte der Bundesregierung,
  • Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V.,
  • Dr. Reinhold Feldmann, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM) und FAS-Ambulanz der Tagesklinik Walstedde,
  • Dr. Gisela Gille, Ehrenvorsitzende der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e. V. (ÄGGF).


Bilanz – Stand: Dezember 2012
Drucksachen:
  • 1,4 Mio. Broschüren
  • 80.000 Faltblätter
  • 15.500 Informations-Pakete (mit Plakaten und Broschüren)
  • Vertriebskanäle 2012 und 2013: „babilu-Geschenktasche 1“ bzw. „LetsFamily-Geschenktasche 1“ und „Happy Mom-Tasche“
  • 4 Veröffentlichungen in der Zeitschrift „FRAUENARZT“ in 2012
Website www. verantwortung-von-anfang-an. de:
Seitenaufrufe: 43.000
Website-User: 18.000

1.4 Präventionsinitiative "Hinsehen, Zuhören, Ansprechen! – Alkohol am Arbeitsplatz – Ein Leitfaden für die kollegiale Hilfe":

Der "AAuV" des BSI hat im März 2009 die Broschüre "Hinsehen, Zuhören, Ansprechen! – Alkohol am Arbeitsplatz – Ein Leitfaden für die kollegiale Hilfe" (in der 2. Auflage) herausgegeben. Diese Broschüre wurde in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) Mannheim erstellt. Ziel der Broschüre ist es, den Mitarbeiter/innen und Arbeitnehmer/innen Tipps und Hilfestellungen zu geben, wie sie in ihrem täglichen Berufsleben mit dem Thema "alkoholhaltige Getränke" richtig umgehen und auch entsprechende Verantwortung übernehmen können.

Bilanz – Stand: Dezember 2012
Drucksachen:
  • 10.000 Broschüren „Hinsehen, Zuhören, Ansprechen!“ produziert in 02/2009 (2. Auflage)
1.5 Präventionsinitiative "DON’T DRINK AND DRIVE (DDAD)":

Bereits seit 1993 besteht die Initiative "DON’T DRINK AND DRIVE (DDAD)" und ist damit eine der ältesten fortlaufenden Verkehrssicherheitsinitiativen in Deutschland. Damit leisten die Spitzenverbände der Branchen Bier, Wein, Sekt und Spirituosen einen gemeinsamen Präventionsbeitrag zur Reduzierung alkoholbedingter Unfälle in Deutschland – Bezug nehmend auf das Inkrafttreten des gesetzlichen Alkoholverbots für Fahranfänger/innen. Das Ziel der Initiative "DDAD" ist es, die Zahl der alkoholbedingten Unfälle weiter zu reduzieren. Die Initiative richtet sich vor allem an junge männliche Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren. Diese sind laut Unfallstatistik überproportional an Autounfällen beteiligt.

Seit dem Relaunch der Initiative "DDAD" seit August 2007 umfasst die Initiative den Internetauftritt "www.ddad.de", Mitmach-Pakete für Gastronomiebetriebe (bestehend aus Barschürzen, Aufklebern, Bierdeckeln und Plakaten), Plakate und als Event-Komponent die "DON’T DRINK AND DRIVE-Party Patrol". Die Initiatoren der Initiative "DDAD" unterzeichneten im August 2008 die European Road Safety Charter (ERSC) und unterstützen damit das Ziel, die jährliche Zahl der Verkehrstoten in Europa auf 25.000 zu senken. Im Frühjahr 2011 erfolgte insofern eine weitere Verlängerung des Commitments für weitere drei Jahre.

Seit 2010 gibt es eine App in Verbindung von „DDAD“ und „fair-TAXI“. Desweiteren ist „DDAD“ seit April 2011 mit einer eigenen Facebook-Microsite vertreten.

Im Jahr 2011 fanden im Rahmen einer Länderkooperation in Hessen neun Einsätze der "Party Patrol" unter Schirmherrschaft des Hessischen Ministers der Justiz, für Integration und Europa sowie Stellvertretenden Ministerpräsidenten, Jörg-Uwe Hahn, und des Landespräventionsrats Hessen statt.

Im Jahr 2012 fanden im Rahmen der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, acht bundesweite „Party Patrol“-Einsätze statt. Die Kick-Off-Pressekonferenz wurde am 4. Juni 2012 in der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel abgehalten. Ab Oktober 2012 war die „Party Patrol“ mit vier sachsenweiten Einsätzen unter Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministers des Innern, Markus Ulbig, unterwegs. Die Auftaktveranstaltung fand am 8. Oktober 2012 in der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden statt.

Am 28. April 2013 hat der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer, in einer Pressekonferenz in München die bundesweite Schirmherrschaft über die Initiative „DON’T DRINK AND DRIVE“ übernommen.

Bilanz – Stand: Dezember 2012
Initiativen-Material:
  • 440 Mitmach-Pakete wurden auf Anfrage verschickt (mit Barschürzen, Plakaten, Bierdeckeln und Aufklebern)
  • „Party Patrol“-Events: 48 Events der „DON’T DRINK AND DRIVE-Party Patrol“
Die Grundvoraussetzungen für die verantwortungsbewusste Vermarktung und den entsprechenden Vertrieb von Spirituosen und spirituosenhaltigen Getränken sind im Grundsatzpapier (3. Auflage vom August 2010) des BSI zusammengefasst. Dieses Grundsatzpapier haben alle im Verband organisierten Mitgliedsunternehmen unterschrieben und es ist Basis der Zusammenarbeit im „AAuV“.

2. Selbstregulierungen

Seit 2007 haben die BSI-Mitglieder dabei folgende Selbstregulierungen im Rahmen der Arbeiten des „AAuV“ des BSI („zweite Säule“) erfolgreich umgesetzt, die ebenfalls im Grundsatzpapier aufgeführt sind:

2.1 „Flatrate“-Partys (2007):

Die Unternehmen des BSI wehren sich aktiv gegen sogenannte „Flatrate“- oder Preis-Dumping-Angebote (z. B. „Ein-Euro-Partys“). Der BSI und seine Mitgliedsunternehmen verpflichten sich, verschiedene Möglichkeiten auszuschöpfen: von der schriftlichen Aufforderung zur Unterlassung bis zur Weitergabe der Information über solche „Flatrate“-Partys an die zuständigen Ordnungsbehörden.

2.2 Produktnamen und Verpackungen (2008):

Die für Spirituosen definierten Produktnamen und Verpackungen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. So dürfen z. B. keine Geschlechter oder Minderheiten, die hierdurch diskriminiert werden,
keine sexuell anzüglichen Aussagen und Begriffe enthalten sein, keine den Missbrauch bagatellisierenden Angaben gemacht werden, Kinder und Jugendliche nicht gezielt angesprochen werden und auch keine „gesundheitlichen Vorteile“ vorgetäuscht werden.

2.3 Alter von Models in der Werbung (2009):

Als Ergänzung zu den sogenannten „Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke“ haben sich die Mitgliedsfirmen des BSI verpflichtet, nur Schauspieler/innen ab einem Mindestalter von 25 Jahren für ihre Maßnahmen in der kommerziellen Kommunikation einzusetzen.

2.4 70/30-Regel bei der Werbung (2010):

Kommerzielle Kommunikation wird nur in solchen Printmedien oder Radio- und Fernsehprogrammen gezeigt, die sich bekanntermaßen zu mindestens 70 % an Erwachsene über 18 Jahre richten.

2.5 Selbstregulierung der kommerziellen Kommunikation des Deutschen Werberats:

Die freiwillige Selbstkontrolle in Bezug auf die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke funktioniert in Deutschland beispielhaft: Die von den Mitgliedern des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft e. V. (ZAW) entwickelten so genannten "Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke" stellen ein – mittlerweile auch international – anerkanntes Instrument im Bereich der freiwilligen Werbeselbstkontrolle dar. Damit übernehmen Alkoholwirtschaft, Handel, Agenturen und Medien – über den Bereich staatlicher Rechtsetzung hinaus – aktiv Verantwortung für ein geordnetes Werbeverhalten: Bürger/innen sollen sich auch gegen Inhalte der Werbung wehren können, wenn die Anzeigen, Plakate, Spots oder andere Formen der kommerziellen Kommunikation (z. B. Sponsoring-Maßnahmen, Werbemaßnahmen am "Point of Sale", Online-Werbung, etc.) rechtlich nicht zu beanstanden sind, aber als kritisch/kritikwürdig vom Verbraucher, von den Bürger/innen empfunden werden. Die Verhaltensregeln werden durch den Deutschen Werberat effektiv überwacht. Die aktuellen Verhaltensregeln umfassen verschiedene Themenfelder – u. a. soll die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke:

  • keine trinkenden Kinder, Jugendliche, Leistungssportler, Fahrzeugführende oder Personen des Heilgewerbes zeigen,
  • Kinder und Jugendliche nicht zum Alkoholkonsum auffordern und auch nicht in Medien erfolgen, deren redaktioneller Teil sich mehrheitlich an Kinder oder Jugendliche richtet,
  • weder über Trikotwerbung bei Kinder- und Jugendmannschaften erfolgen, noch über Werbe- und Sponsoringmaßnahmen, die im direkten Zusammenhang mit Kindern und Jugendlichen stehen,
  • nicht zu missbräuchlichem Alkoholkonsum auffordern,
  • keine Aussagen zur Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten enthalten,
  • hohen Alkoholgehalt nicht besonders herausstellen,
  • keine Wirkung nahe legen, die auf die Beseitigung oder Überwindung psychosozialer Konflikte oder der physischen Leistungsfähigkeit abstellt,
  • keine Personen zeigen, die nicht mindestens – auch vom optischen Eindruck her – junge Erwachsene sind.
    (Vergleichen Sie diesbezüglich auch die vom Deutschen Werberat in deutscher und englischer Sprache herausgegebenen "Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke" in der Fassung vom April 2009 unter www.werberat.de.)
Der Deutsche Werberat hat 2009 den Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen intensiviert. Das Gremium steht – im Rahmen der "Konferenz Werbung und Gesellschaft" – allen interessierten Kreisen mit jährlichen Veranstaltungen für einen offenen Gedankenaustausch zur Verfügung. Das jeweilige Konferenzthema wird dabei anlassbezogen bestimmt. Seit Mai 2009 können darüber hinaus Unternehmen ihre kommerzielle Kommunikation im Vorfeld der Veröffentlichung freiwillig beim ZAW überprüfen lassen. Damit hat die deutsche Werbewirtschaft die bisherige Struktur der gemeinsam organisierten Selbstverantwortung um ein zusätzliches Element erweitert.

Der BSI hat gemeinsam mit dem ZAW sowie spiritsEUROPE einen Workshop zum Thema „Verantwortungsvolle Marketingkommunikation im Rahmen der Selbstregulierungen des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation mit alkoholhaltigen Getränken und des europäischen Dachverbandes des BSI – spiritsEUROPE“ am 6. Februar 2013 in Bonn durchgeführt.

3. Verbaucherinformationskampagne ‚Maßvoll genießen!’

Der BSI hat als „dritte Säule“ des „AAuV“ die Verbraucherinformation „Maßvoll genießen!“ etabliert.

Seit April 2009 leistet der „AAuV“ des BSI mit dem neuen Hinweis-Logo und der hinterlegten Internetseite "www.massvoll-geniessen.de" einen weiteren wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Information der Verbraucher. Allen Mitgliedsunternehmen des BSI steht das Logo „Massvoll-geniessen.de“ zur Einbindung auf Werbemaßnahmen (TV- und Printmedien) zur Verfügung. Ziel ist es, die Verbraucher/innen für einen verantwortungsvollen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken zu sensibilisieren. Die sogenannte „Responsible Drinking Message – RDM“ besteht aus dem Logo „Massvoll-geniessen.de“ bzw. einem internationalen Logo der internationalen Spirituosenkonzerne. Vier Jahre nach der Einführung des Verbraucherschutz-Hinweises „Maßvoll genießen!“ zeigt sich der BSI sehr zufrieden mit der Umsetzung in der kommerziellen Kommunikation der Mitgliedsunternehmen: 82 % der Unternehmen nutzen Verbraucherschutz- Hinweise in der Vermarktung ihrer Produkte. Diese finden sich u. a. in TV-Spots, Anzeigenwerbung, Internetseiten sowie in Maßnahmen am „Point of Sale (POS)“. Der deutschsprachige Verbraucherschutz-Hinweis „Maßvoll genießen!“ ist mit der Webseite www.massvoll-geniessen.de hinterlegt, auf der Verbraucher Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken finden. Neben den Verbrauchschutz-Hinweisen gehört auch die Einhaltung der Verhaltensregeln des Deutschen Werberats zum Konzept des BSI für eine verantwortungsvolle Vermarktung von Spirituosen und spirituosenhaltigen Getränken. Mit dem breiten Einsatz der Verbraucherschutz-Hinweise zum maßvollen Konsum tragen die Mitglieder des BSI auch maßgeblich zu der Erfüllung einer wichtigen Verpflichtung der europäischen Dachorganisation der Spirituosenbranche – spiritsEUROPE – gegenüber der EU-Kommission im Alcohol and Health Forum bei: In der sogenannten „spiritsEUROPE-Charter on Responsible Alcohol Consumption“ verpflichtete sich die Spirituosenbranche in Europa u. a. , dass bis zum Jahr 2010 mindestens 75 % aller Werbemaßnahmen einen solchen Verbraucherschutz-Hinweis enthalten sollten. Die Unternehmen des BSI haben dieses Ziel für Deutschland erfolgreich erfüllt und wollen die Implementierung auch über die Zielsetzung der Charter hinaus weiter vorantreiben. Das Logo steht den Mitgliedsunternehmen des BSI, der aktuell umsatzmäßig rund 90 % der Spirituosenhersteller und -Importeure in Deutschland vertritt, zur Einbindung auf Informationsmaterialien und Werbemaßnahmen zur Verfügung.

Fast 244.000 Nutzer informierten sich bis Jahresende 2012 auf der Verbraucherwebsite www.massvoll geniessen.de umfassend zum Thema „verantwortungsbewusster Konsum von alkoholhaltigen Getränken“ (Seitenaufrufe: rund 530.000). Dabei bietet die Website neben Informationen zum Jugendschutz auch klare Empfehlungen zum Verzicht auf alkoholhaltige Getränke in bestimmten Situationen, z. B. im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz, während Schwangerschaft und Stillzeit, beim Sport und bei der Medikamenteneinnahme.

4. Corporate Social Responsibility (CSR)

4.1 CSR Germany – Corporate Social Responsibility – Internetportal der BDA, BDI, DIHK und ZDH:

Die Mitgliedsunternehmen des BSI übernehmen gesellschaftliche Verantwortung – wie auch viele deutsche Unternehmen – und stellen sich den ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen der globalisierten Wirtschaft.

In diesem Zusammenhang hat der „AAuV“ des BSI in seinem dritten CSR-Bericht „Bericht 2011/2012 – Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung“ Folgendes festgehalten:

„Die vier Spitzenorganisationen der deutschen Wirtschaft, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), stellen der Öffentlichkeit ein Internetportal www. csrgermany.de zur Verfügung, um das umfangreiche und vielfältige Engagement der Unternehmen darzustellen, ein Netzwerk der CSR-Akteure zu schaffen und den Erfahrungsaustausch zu fördern. Besonders kleine und mittlere Unternehmen erhalten anhand praktischer Beispiele Anregungen für ihre eigenen CSR-Aktivitäten und können sich mit ihren Initiativen präsentieren sowie vertiefende Informationen erhalten. Auf CSR Germany werden auch die Aktivitäten des „Arbeitskreises Alkohol und Verantwortung“ des BSI umfassend dargestellt. Auch für die Mitgliedsunternehmen des BSI bedeutet verantwortliches Handeln die Sicherung ihrer Zukunftskompetenz und Innovationskraft. BDA, BDI, DIHK und ZDH flankieren das Engagement der Unternehmen durch die politische Interessenvertretung auf nationaler europäischer und internationaler Ebene. Bei dieser Interessenvertretung gilt das Leitprinzip: Unternehmen sind die Gestalter von CSR. Je nach Branche, Größe und geografischem Umfeld sind sie es, die die für ihre speziellen Bedürfnisse geeigneten CSR-Strategien freiwillig entwickeln und dafür stehen, dass die von ihnen gesetzten
Grundsätze zur Nachhaltigkeit im Umwelt- und Sozialbereich an ihren Standorten in der Welt eingehalten werden. Das Internet-Portal CSR Germany soll diese politische Argumentation der Verbände und Unternehmen unterstützen. “


4.2 CSR-Berichte „AAuV“

Der „AAuV“ hat Bilanzen seiner Tätigkeiten wie folgt bisher veröffentlicht:

  • für den Zeitraum 2005 bis 2009 im Mai 2009 mit der Broschüre „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung – 1. CSR-Bericht 2005 bis 2009“ und
  • für den Zeitraum 2009 bis 2010 im November 2010 mit der Broschüren „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung – 2. CSR-Bericht 2009/2010“ sowie
  • für den Zeitraum 2011 bis 2012 wurde die Broschüre „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung – 3. CSR-Bericht 2011/2012“ im Januar 2013 vorgelegt.
Die CSR-Broschüren sind in der BSI-Geschäftsstelle erhältlich.

5. „spiritsEUROPE Road Map 2015“

„spiritsEUROPE Road Map 2015“ des europäischen Dachverbandes, „spiritsEUROPE“ (bis November 2012 CEPS), und Umsetzung durch den „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung“:

Die sogenannte „spiritsEUROPE Road Map 2015“ wurde von der europäischen Dachorganisation der Spirituosenhersteller und -importeure (European Spirits Organisation – CEPS, Ende Herbst 2012 umbenannt in spiritsEUROPE) als neue Leitlinie und in Nachfolge für die „CEPS Charter“ verabschiedet. In der „spiritsEUROPE Road Map 2015“ sind u. a. die Leitlinien für die verantwortungsvolle Vermarktung von Spirituosen und spirituosenhaltigen Getränken in Europa festgelegt.

Die Umsetzung der „spiritsEUROPE Road Map 2015“ umfasst drei
Kernaufgaben:

  • Hinweise und Empfehlungen zum verantwortungsvollen Konsum in der Werbung („Responsible Drinking Messages“), idealerweise hinterlegt durch eine Verbraucherinformations-Website (in Deutschland www. massvoll-geniessen.de),
  • Leitlinien für verantwortungsvolle Vermarktung und Werbung für Spirituosen,
  • effiziente Selbstregulierungsmechanismen


Zum weierlesen folgenden Link anklicken:
http://www.bsi-bonn.de/alkoholpolitik

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